Uncharted: Drakes Schicksal

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Naughty Dog’s erstes Spiel für die Playstation 3 schlug ein wie eine Bombe. Mit Uncharted: Drakes Schicksal gelang den Jungs wirklich ein tolles Spiel welches derzeit grafisch gesehen zum Besten zählt was es für die PS3 gibt. Was das Spiel neben einer fantastischen Grafik noch zu bieten hat, zeigt dieser Testbericht.

Auf den Spuren von Sir Francis Drake

Titelheld von Uncharted: Drakes Schicksal ist Nathan Drake, welcher auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schatz von Sir Francis Drake ist. Dieser ist ein Vorfahre von Nathan, wie man anhand der Namesgleichung erkennt. Nathan ist Abenteurer und hat sich zur Aufgabe gesetzt, den Schatz von seinem Vorfahren zu suchen. Unterstützt wird er dabei von Elena Fisher, einer Reporterin die über Nathan’s Schatzsuche eine Story schreiben will. So hebt Nathan nach kurzer Suche einen Sarg vom Meeresgrund – Sir Francis Drake soll angeblich an der Ruhr gestorben sein und in eben jenem Bleisarg im Meer versenkt worden sein. Doch zur Verwunderung von Nathan und Elena ist der Sarg vollkommen leer, bis auf ein Notizbuch das wohl weitere Hinweise beinhaltet. Kaum hat Nathan es eingesteckt, droht Unheil herbei in Form von ein paar Seepiraten die an dem Schatz teilhaben möchten…

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Nun ist der Spieler an der Reihe und wird in einem kleinen Tutorial in die Kampfkünste von Nathan eingewiesen. Per Waffen- und Faustgewalt können die ersten Piraten abgewehrt werden. Doch bald wird die Lage kritisch, dass Boot wurde schwer getroffen und droht zu explodieren. Doch neben Elena gibt es noch eine dritte Person die Nathan zur Seite steht: Victor Sullivan! Dieser wurde noch per Funk kontaktiert, welcher mit einem Wasserflugzeug heranfliegt um Nathan und Elena aus dem Wasser zu fischen, nachdem beide über Bord gesprungen sind weil das Boot in einem heftigen Knall explodiert ist. In Sicherheit und an Land, analysieren Nathan und sein Kumpel Victor das Tagebuch und schnell wird den beiden klar, dass es sich hierbei um brisante Informationen handelt, die wohl zum größten Schatz dieser Erde führen – dem Schatz von Eldorado. Es beginnt eine spannende Suche mit etlichen Gefahren die die drei zusammen meistern müssen.

Die Entwickler von Naughty Dog haben ein Gameplay geschaffen, das Lust auf mehr macht. Man ist Anfangs mit Victor zusammen unterwegs, der mehr oder minder konkrete Anweisungen gibt. Wenn man nicht sofort reagiert, gibt dieser immer wieder Tipps wie man weiter vorgehen muss. Im Gegensatz zu Tomb Raider oder Gears Of War, womit sich ein Vergleich quasi aufdrängt, ist Nathan Drake in gewisser Weise kein Übermensch, sondern findet durch die vielen Verknüpfungen und positiven wie negativen Seiten im Spiel einen besseren Draht zum Spieler. Auch die Reaktionen seiner Mitmenschen auf ein Ableben des eigenen Charakters unterstützen das Spielerlebnis. Ohne es wirklich zu merken oder dass es unangenehm auffällt, gestalten sich die ersten zwanzig Minuten als Einführungsteil.

Schießen, Deckung, Klettern

Mit Uncharted: Drakes Schicksal hat Naughty Dog nicht gerade das Rad neu erfunden, jedoch haben sie es geschafft, die besten Spielelemente die es momentan gibt, zu vereinen. Neben den Schießeinlagen gibt es immer wieder Kletter- und Sprungpassagen die etwas auflockern sollen, wobei das Spiel eindeutig auf das Schießen festgelegt wurde. So kann es durchaus passieren, dass der eine oder andere Spieler von zu vielen Schießeinlagen genervt ist und sich mehr Rätsel gewünscht hätte, die in Uncharted nur sehr spärlich vorkommen. Die Klettereinlagen sind mehr oder weniger Lückenfüller, denn Geschick braucht man hierzu keines. Es ist vielmehr die Frage, wohin gesprungen werden soll. Timing und Dosierung für den Sprung braucht es nicht.

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In Uncharted stehen obligatorisch eine Vielzahl von Waffen zur Auswahl wobei immer nur maximal zwei Waffen getragen werden können. Eine ungewöhnliche Tatsache, kann der Spieler in den meisten Spielen mehrere Waffen gleichzeitig tragen. Neben zwei Waffen, kann Nathan noch ein paar Handgranaten und natürlich Munition mit sich führen. Handgranaten können übrigens per Sixaxis-Controller geworfen werden. Hierbei wird dem Spieler mit einem Pfeil die Wurfweite und Neigungswinkel je nach Controllerposition angezeigt. Heilmittel oder Medikits gibt es in Uncharted: Drakes Schicksal nicht. Bei gegnerischen Treffer wird das Bild immer farbloser, ist das Bild kopmplett in schwarz-weiß zu sehen, steht Nathan kurz vor dem Ableben. Geht man in Deckung und wartet etwas ab, erholt sich Nathan von seinen Wunden und der Bildschirm färbt sich wieder.

In Deckung gehen ist auch dringend notwendig, um nicht von den zahlreichen Gegnern getroffen zu werden, denn diese ballern Nathan um die Ohren sodass innerhalb weniger Treffer, etwa mit der Pumpgun, der Gameover-Bildschirm zu sehen ist. Neben einer Pumpgun stehen Nathan Pistolen, Magnum, Scharfschützengewehr, Ak47-Maschinengewehr und viele weitere Waffen zur Vergügung. Leider kommt man aber schnell zur Erkenntnis, dass Maschinengewehre nicht so effizient sind wie Pistolen. Bei Pistolen genügen drei bis vier gezielte Treffer und der Gegner ist tot. Beim Maschinengewehr benötigt man einige Salven bis das Ziel liquidiert ist. Bei der Pumpgun wird man trotz Streuwirkung auch noch im Abstand von mehren Metern schwer getroffen, was eigentlich nicht passieren dürfte, und die Handgranate hat einen zu geringen Explosionsradius. Die Effektivität der Waffen ist also teilweise unrealistisch und leider schlecht umgesetzt worden.

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