wipEout HD für Konsole/PS 3 – Full Kritik

w-hd

Eines der schnellsten Rennspiele aller Zeiten ist nun endlich auf der Next-Gen Konsole angekommen und feiert mit wipEout HD sein gelungenes Debüt. Anhänger schneller, rasanter Action haben lange auf diesen Moment gewartet und sind eingeladen den Steuerknüppel der virtuellen Gleiter selber in die Hand zu nehmen. Nach etlichen Verschiebungen hat es der neueste Teil der wipEout Serie doch in den Playstation Network Store geschafft und erobert die Herzen der wipEout Anhänger im Sturm.

Im Grunde genommen ist wipEout HD einfach nur das Beste aus den beiden Vorgängern wipEout Pure und wipEout Pulse, da die anspruchsvollsten und beliebtesten Strecken aus beiden Teilen genommen und in HD Optik aufpoliert wurden. Vollkommen neue Strecken sucht man in den insgesamt acht, ebenfalls Rückwärts befahrbaren, Racetracks vergeblich. Dennoch bieten diese acht Strecken, wenn man diese perfekt meistern will, genug Potential für sehr viele Stunden vor dem Bildschirm, bei denen man immer wieder versucht auch noch das letzte Hundertstel schneller zu sein.

Der Kampagnenmodus beinhaltet insgesamt acht unterschiedliche Events mit verschiedenen Herausforderungen. Um das nächste Event zu erreichen, benötigt man eine bestimmte Gesamtpunktzahl aus dem vorherigen Event. In jeder Herausforderung können maximal drei Punkte ergattert werden, wobei nur die Goldmedaille die gewünschten drei Punkte bringt. Silber und Bronze füllen das Punktekonto dementsprechend mit zwei und einem Punkt.

Wer sich Anfangs noch denkt, dass das Spiel durchaus hätte schwerer sein können, wird sich wohl in den späteren Events und bei einigen der zu erreichenden Trophäen die Zähne ausbeißen können. Der Schwierigkeitsgrad ist besonders im späteren Spielverlauf einer der härtesten, den die wipEout Serie je erleben durfte. Doch bisher ist noch kein Meister einfach so vom Himmel gefallen und Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Zu fetten Elektro- und Technobeats von nahmhaften Künstlern wie Kraftwerk darf mit den Gleitern Vollgas gegeben werden, um seine Gegner hinter sich zu lassen. Dabei behilflich sind diverse Waffensysteme, die durch kleine, auf den Strecken verteilte Waffenpads aufgesammelt und benutzt werde können.

wipeout

Auch hier kommen wieder altbekannte aus vorigen wipEout Teilen zum Einsatz. Vom Earthquake, welches eine Welle der Vernichtung über die Strecke zieht und alle Gegner vor einem selbst kurzzeitig Bewegungsunfähig macht, bis hin zum Sauger-Strahl, mit dem es möglich ist, dem vorweg fahrenden Gegner Schildenergie abzuziehen und sie dem eigenen Schiff hinzuzufügen, sollte jede Waffenvorliebe bedient werden. Neben den Waffensystemen, welche anderen Schaden zufügen, gibt es auch noch solche, die dem eigenen Vorankommen dienlich sind, wie z.B. der Autopilot, der für ein paar Sekunden die Kontrolle des Schiffes übernimmt und eine nahezu perfekte Ideallinie fährt oder der Turbo, mit dem man einen kurzen Geschwindigkeitsschub erhält.

Neben dem manuellen Turbo sind auf den unterschiedlichen Strecken kleine Boostpads platziert, mit denen man noch einmal eine zusätzliche Beschleunigung erfährt.

Vor jedem Rennen muss sich der Spieler für eines der acht Teams entscheiden, welche jedes für sich einen anderen Gleiter mit eigenen Eigenschaften und anderem Aussehen bietet. So sollte mit bedacht der Gleiter mit den für die jeweilige Strecke am besten geeigneten Eigenschaften gewählt werden. Für Turniere, bei denen viele unterschiedliche Strecken nach einander gefahren werden, eignen sich natürlich die Allrounder am besten.

Nach jedem Rennen werden dem Spieler für das gewählte Team so genannte Loyalitätspunkte gutgeschrieben, mit denen neue Lackierungen der einzelnen Boliden freigeschaltet werden. Je besser man gefahren ist, desto mehr Loyalitätspunkte werden auf dem Konto verbucht. Runden, bei denen die Wand der jeweiligen Strecke nicht berührt wurde, geben zusätzliche Bonuspunkte.

Zur Freude vieler Spieler dürfte die Rückkehr des Zone-Modus beitragen. Ziel in diesem Modus ist es, das immer schneller werdende eigene Schiff so lange wie nur möglich vor der nicht abzuwendenden Zerstörung zu bewahren. In 10-Sekunden Abschnitten wird die Geschwindigkeit immer weiter gesteigert, so dass es unmöglich ist, in höheren Stufen das Schiff immer perfekt von der Wand der Strecke fernzuhalten.

Mit jedem Aufprall oder Berührung der Wand verliert das eigene Schiff stetig Energie bis zur kompletten Zerstörung. Doch mit alleiniger Geschwindigkeitserhöhung ist es noch nicht genug. In bestimmten Abständen ändert sich auch noch die Farbgebung der unterschiedlichen Strecken, um die Verwirrung komplett zu machen.

wipeout_hd_114_fury_by_massivegamer.de

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Spielmodi, welche sich aus Einzelrennen, Turnier, Zeitrennen, Schnelle Runde und dem bereits beschriebenen Zone-Modus zusammensetzen. Für genügend Abwechslung sollte also gesorgt sein.

Herausforderung Steuerung

Die Steuerung von wipEout kann in drei unterschiedlichen Weisen betrieben werden. Der linke Analog Stick, das Steuerkreuz und sogar die Bewegungssensoren des SIXAXIS-Controllers können zur Steuerung des Gleiters benutzt werden. Bei der Benutzung der Bewegungssensoren kann man erfreulicher Weise einstellen, ob man nur die Richtung oder auch die Neigung des Schiffes steuern möchte.

Während eines Sprunges kann man durch schnelles Drücken einer LINKS, RECHTS, LINKS oder RECHTS, LINKS, RECHTS Kombination eine so genannte Barrel Roll ausführen, bei der sich das Schiff um die eigene Achse dreht und beim Aufkommen auf den Boden eine zusätzliche Beschleunigung erhält. Die hinteren Schultertasten dienen dazu, die Luftbremsen der jeweiligen Seite am Schiff auszufahren, um enge Kurven perfekt zu durchfahren. Fährt man beide Luftbremsen gleichzeitig aus kann man so das Schiff ein wenig verlangsamen.

Für Anfänger und Neulinge in der wipEout Serie eignet sich die Pilotunterstützung, mit der ein Anschlagen an die Wand verhindert wird. Jedoch sollte sich nicht zu sehr daran gewöhnt werden, da diese Pilotunterstützung im späteren Kampagnenverlauf bei „Schnelle Runde“-Rennen und „Zeitrennen“ leicht zu einem Hindernis werden kann. Zwar verhindert diese Unterstützung ein Anschlag an der Wand, aber es wird auch verhindert, die Kurve entsprechend eng zu durchfahren um die letzten Hundertstel schneller zu sein.

Grafikpracht in HD

Die Entwickler von wipEout haben es tatsächlich geschafft, sehr gute Grafik mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde in FullHD Auflösung auf den Bildschirm zu zaubern. Framerateeinbrüche sind wirklich die absolute Seltenheit. Einzig im Splitscreen Modus mit 2 Spielern sieht das Ganze nicht mehr so gut aus. Hier merkt man, dass deutlich mit den Resourcen der Playstation 3 gespart werden musste, um eine einigermaßen vernünftige Performance des Spieles zu gewährleisten.

Sound, der bis ins letzte Detail passt

Die Überschrift dieses Abschnitts sagt eigentlich alles. Zu den futuristischen Gleitern und dem gesamten Szenario passt keine Musikuntermalung besser als die der bereits angesprochenen Elektro- und Technomusik. Dabei wurden Songs gewählt, die besser nicht hätten sein können. Wer einen kleinen Vorgeschmack darauf haben möchte, kann die offizielle wipEout Homepage besuchen, um die einzelnen Musikstücke einmal Probe zu hören. Jene, die kein Fan dieser Musikrichtungen sind, können sich ihre eigene auf der Playstation 3 gespeicherte Musik abspielen lassen.

Online Spielspaß garantiert

Auch online macht wipEout einen sehr guten Eindruck. Einzelrennen und Turniere können hier mit bis zu acht Spielern gefahren werden. Ein Turnier kann dabei maximal 12 Strecken beinhalten. Wer mit seinen Freunden ein Rennen fahren will, kann entsprechend viele Plätze vor dem Beginn des Spiels reservieren, so dass die Freunde immer einen freien Platz bekommen und die anderen Plätze mit eventuellen fremden Personen aufgefüllt werden. Ebenfalls lässt sich einstellen, ob das Benutzen von Waffen gestattet ist oder nicht.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *